#CoronaEremit

10 Tage nach unserer Online-Lesung „was wir nicht vermisst haben“ reiche ich Euch gern noch dieses Gedicht nach. In mittlerweile acht Wochen Ausnahme-Zustand haben wir ja gelernt, dass dieser Zustand auch immer Entwicklung, Suchbewegung ist. Mir hilft es, mich von einem festen Fundament aus auf dieses Neue und Alte einzulassen.

Corona-Eremit

Zuhause
in den engen vier Wänden
zwischen Küche und Bett

tagaus tagein
der selbe Lebenstakt
aus Essen und Singen, dem Anzünden einer Kerze

nur in Gedanken
feire ich Begegnung,
fürchte ich mich nicht

nur in Gedanken
gilt die alte Freiheit
mit Wegen durch Wiesen und Felder, die Gärten und den Wald

in engem Raum
klingt mein Lied
gleich nach Lob und Klage

meine Stimme sucht
die Verbindung zum wir
vibrierend geistvoll

Tobias Grimbacher, April 2020

Ein Gedanke zu “#CoronaEremit

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